Mit ihrem Projekt „Impositio“ gewannen Marta Sowińska und Monika Żaczkiewicz den ersten Preis beim 7R-Wettbewerb „Warehouse of art: Young art for the planet“ in der Kategorie „Ergonomischer Sitz“. Nun erzählen sie, woher…
Elżbieta Laudy31. August 20223 Minuten Lesezeit
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Mit ihrem Projekt „Impositio“ gewannen Marta Sowińska und Monika Żaczkiewicz den ersten Preis im 7R-Wettbewerb „Warehouse of art: Young art for the planet“ in der Kategorie „ergonomischer Sitz“ gewonnen. Nun erzählen sie, woher sie ihre Inspiration bezogen haben, welche Ideen ihrem Projekt zugrunde liegen und wovon sie sich in ihrer Arbeit leiten lassen.
Was war die Hauptinspiration für die Erstellung des Wettbewerbsentwurfs?
Marta Sowińska: Die Ästhetik der Firma 7R hat uns inspiriert – einfache Formen, ein industrieller Stil. Der Bereich, in dem sie tätig ist, prägt bereits eine bestimmte Sichtweise auf Ästhetik.
Monika Żaczkiewicz: Wir haben auch großen Wert auf Ergonomie und Ökologie gelegt, vor allem aber auf den Komfort des Benutzers. Die Winkel des Trapezes wurden in Übereinstimmung mit ergonomischen Normen entworfen und so gewählt, dass die Sitzfläche in jeder Anordnung bequem ist. Der mit Abstand wichtigste Aspekt des Entwurfs ist die Möglichkeit, die Körperhaltung zu verändern. Zahlreiche Studien zeigen, dass genau dies ein zentrales ergonomisches Bedürfnis ist. Das „Impositio“-System wird den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht, indem es die Möglichkeit bietet, die Art der Entspannung zu variieren, und sorgt für eine vielfältige Gestaltung der Sitzfläche.
„Impositio“ ist ein modulares Projekt, das sich beliebig kombinieren lässt und so vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und Anordnungen bietet. Bei der Materialauswahl haben wir einen Kompromiss zwischen Langlebigkeit und Umweltfreundlichkeit gefunden. Wir haben uns für Beton entschieden, bei dessen Herstellung zerkleinertes Recyclingmaterial verwendet wird, und seinen rohen Charakter mit einer Holzverkleidung aufgeweicht. Das Projekt verwendet nur eine einzige Gussform – es ist also zudem wirtschaftlich und verhindert unnötigen Materialverbrauch,
sagt Marta Sowińska
Spielen die Natur und die Umwelt eine große Rolle in eurem Schaffen?
M.Ż.: Selbstverständlich . Bei jedem Projekt denken wir über Ökologie und deren Auswirkungen auf die Umwelt nach. An der Kunstakademie wird darauf sehr viel Wert gelegt. In der Produktionsphase stellt dies jedoch eine Herausforderung dar. Als Designer können wir bestimmte Materialien oder Technologien vorschlagen, die umweltfreundlicher sein können. Die Entscheidung über deren Einsatz trifft jedoch der Hersteller. Außerdem geht Ökologie nicht immer Hand in Hand mit Langlebigkeit oder Benutzerfreundlichkeit.
M.S.: Hinzu kommen zusätzliche Kosten, die anfallen, um Technologien einzuführen, die die Produktion umweltfreundlicher und die Produkte langlebiger machen. Künstler und Designer können zur Stärkung des Umweltbewusstseins beitragen, indem sie innovative Dinge entwerfen und damit zeigen, dass etwas möglich ist.
An welchen Projekten arbeitet ihr derzeit? Welche Art von Design macht euch am meisten Spaß?
M.S.: Derzeit arbeiten wir an Verpackungs- und Etikettendesigns. In Zukunft möchte ich das Wissen, das ich beim Entwerfen von Sitzmöbeln oder Verpackungen erworben habe, mit der Biotechnologie verbinden. Ich komme zunehmend zu der Überzeugung, dass es immer schwieriger wird, mit der uns derzeit zur Verfügung stehenden Technologie echte Veränderungen zu bewirken. Nur Technologien, die gerade erst entwickelt werden, und ihre Anwendung im Produktdesign können diesen Zustand ändern.
M.Ż.: Ja , man muss zeigen, dass etwas machbar ist. Wenn neue Technologien in den allgemeinen Gebrauch kommen, müssen sie keineswegs teurer sein als die derzeit verwendeten.
Über den Wettbewerb „Warehouse of Art“
Der 7R-Wettbewerb „Warehouse of art: Young art for the planet“ richtete sich an Studierende und Absolventen der Akademie der Bildenden Künste in Warschau. Das Leitmotiv lautete „Technologie. Ökologie. Mensch. Koexistenz“. Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin, ein Designobjekt mit ökologischem Bezug in einer der drei Kategorien zu entwerfen: ergonomischer Sitz, Wandbild für einen Löschwasserbehälter und ökologisches 7R-Gadget. Insgesamt gingen 26 Arbeiten ein. Die Arbeiten der Preisträger sind auf der Website7rwarehouseofart.pl zu sehen.
Über den Autor
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Elżbieta Laudy
Marketing- und Digitalmanager
Elżbieta Laudy ist Digital & Marketing Manager bei 7R SA, wo sie für die Entwicklung digitaler und marketingbezogener Maßnahmen zuständig ist, die die Sichtbarkeit der Marke und die Online-Kommunikation fördern…