„Quelle des Lebens“ lautet der Titel des Werks, mit dem Monika Nawacka den dritten Preis beim 7R-Wettbewerb „Warehouse of art: Young art for the planet“ in der Kategorie Wandmalerei auf einem Löschwasserbehälter gewann. Die Künstlerin vertritt die Ansicht, dass der Mensch in Zeiten rascher städtischer Expansion ökologische Lösungen berücksichtigen sollte, die ein harmonisches Zusammenleben mit der natürlichen Umwelt ermöglichen.
Die Inspiration für die Wettbewerbsarbeit lieferten die städtische Infrastruktur und die Art und Weise, wie darin der Wasserkreislauf behandelt wird.
– Je größer der Ballungsraum, desto mehr sollten wir uns bemühen, sparsam mit Wasser umzugehen. Wo Wasser ist, entsteht Leben, und Leben ohne Wasser kann nicht existieren. Das gilt insbesondere für den Wasserbau. Bei der Planung sollte umsichtig vorgegangen werden, unter Berücksichtigung der begrenzten Wasserressourcen – betont Monika Nawacka.
Dies ist jedoch nicht der einzige Aspekt, auf den sich die preisgekrönte Arbeit bezieht.
– Wasser ist überall um uns herum und Wasser ist in uns. Es sorgt für das reibungslose Funktionieren unseres Körpers, wenn es gut verteilt ist. Den menschlichen Körper kann man also mit dem Netz aus Wasserwegen vergleichen, das uns umgibt, und darauf wollte ich in meinem Projekt ebenfalls anspielen – erklärt die Künstlerin.
Umwelt-Thema
Der ökologische Aspekt des Wettbewerbsentwurfs zeigt sich auch in der Auswahl der Materialien, aus denen er entstehen kann. Die Künstlerin schlug vor, dass sich photokatalytische Farben für die Umsetzung des Wandbildes eignen, da sie die Schaffung eines smoghemmenden Wandbildes ermöglichen. Sie fügt hinzu, dass die Natur auch die Inspiration für ihre anderen Werke ist.
– Ich habe unter anderem einen Film gedreht, dessen Leitmotiv Zimmerpflanzen waren. Sie gehören zu meinen Leidenschaften. Wir Menschen brauchen Pflanzen in unserer unmittelbaren und weiteren Umgebung. Ich denke auch schon über einen nächsten Film nach. Sein Leitmotiv wäre das Problem der Zubetonierung polnischer Städte sowie die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Revitalisierung von Räumen“, verrät Monika Nawacka und fügt etwas scherzhaft hinzu: „Besonders im Sommer wird das zu einem heißen Thema.“
Bei sich selbst anfangen
Die Künstlerin ist der Ansicht, dass Themen rund um den Klimawandel und den Umweltschutz so wichtig und aktuell sind, dass nicht nur Künstler sie in ihren Werken aufgreifen sollten. Dies ist ein Thema, das jeden angeht.